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Prüfungen und Graduierungen

Das Graduierungssystem im Aikido ist ähnlich wie in anderen japanischen Kampfkünsten aufgebaut.

Es gibt sechs Schülergrade (Kyu-Grade, Mudansha), beginnend mit dem 6.Kyu aufsteigend bis zum 1.Kyu. Die japanischen Namen sind, aufsteigend: Rokyu, Gokyu, Yonkyu, Sankyu, Nikyu und Ikkyu. Darauf folgen die Meistergrade (Dan-Grade, Yudansha), beginnend mit dem 1.Dan aufsteigend bis zum 9.Dan. Japanisch werden diese Shodan, Nidan, Sandan, Yondan, Godan, Rokudan, Shichidan, Hachidan und Kudan genannt. Der 10.Dan (Judan) wird im Aikido in der Regel nicht mehr vergeben.

Kyu-Grade im Aikido sind die Basis jeder weiteren Entwicklung in der Budo-Kunst.In dieser werden die grundlegenden Techniken des Aikidos vermittelt.
Es ist die Zeit,  in der die Form der Techniken wesentlicher Bestandteil der Entwicklung ist. Am Anfang  legt man aus technischer Sicht mehr Wert auf das prinzipielle Verständnis der  Aikido-Techniken. Der geistige Aspekt des Aikidos schwingt mit zunehmendem  Fortschreiten immer deutlicher mit. Kyu-Grade werden in den japanischen Künsten sehr oft als die erste  „Hürde“ des ernsthaften Bemühens, den Weg einer  Budo-Kunst zu gehen, verstanden.

Hat der Aikido-Schüler alle Stufen des Kyu-Systems erfolgreich gemeistert, beginnt die Stufe der Dan-Grade. In manchen Aikido-Systemen tragen die Schülergrade farbige Gürtel  entsprechend ihrer Graduierung. Der weltweite Standard ist aber, dass alle Mudansha  einen weissen Gürtel tragen, unabhängig von deren Graduierung.

Das Prüfungsprogramm ist nach dem Eintritt in den Verein und ca. zwei Monaten regelmäßigem Training auf Nachfrage erhältlich.

Übrigens kann man sich bei uns nicht zu Prüfungen anmelden. Formulierungen wie "ich möchte aber endlich Prüfung machen" gibt es bei uns nicht.
Wenn ein Schüler die entsprechende technische Reife erlangt hat, und "soweit" ist, wird er vom Trainer angesprochen.
Es ist bei uns also ganz normal, dass eine Zeit lang keine Prüfungen stattfinden. Die Schüler lernen trotzdem etwas, und müssen sich auch nicht den Spaß am Training wegen irgendwelcher "Prüfungsängste" verderben lassen.